Winternacht

Semsakrebsler



Winter – Rabbarien.de


Winternacht

Nicht ein Flügelschlag ging durch die Welt,
Still und blendend lag der weiße Schnee.
Nicht ein Wölklein hing am Sternenzelt,
Keine Welle schlug im starren See.

Aus der Tiefe stieg der Seebaum auf,
Bis sein Wipfel in dem Eis gefror;
An den Ästen klomm die Nix‘ herauf,
Schaute durch das grüne Eis empor.

Auf dem dünnen Glase stand ich da,
Das die schwarze Tiefe von mir schied;
Dicht ich unter meinen Füßen sah
Ihre weiße Schönheit Glied um Glied.

Mit ersticktem Jammer tastet‘ sie
An der harten Decke her und hin,
Ich vergeß‘ das dunkle Antlitz nie,
Immer, immer liegt es mir im Sinn!

Gottfried Keller 
1819 – 1890, Schweizer Dichter und Romanautor


So liebe Leser und Freunde meines Blogs,
ich verabschiede mich für dieses Jahr.

Ich würde mich unheimlich freuen, 
wenn ihr meinen Blog auch im neuen Jahr besucht.

Ich wünsche euch allen
ein schöne Feiertage
und kommt gut ins neue Jahr!

George














QUOD VERUM TUTUM . MAISON COURTENAY





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