Friedrich Wilhelm Weber

 

Der Politiker Friedrich Wilhelm Weber.
wiki-Friedrich_Wilhelm_Weber

1813 

25. Dezember

Zitat
„Eines ist dein Mögen,
und ein Andres ist dein Müssen;
Nicht dein Herz nach seinem Wunsche,
Nach der Pflicht frag‘ dein Gewissen.“

 

Aus – Dreizehnlinden. Schöningh, Paderborn, 56. Auflage, 1893. S. 38 (Erstausgabe: 1878). III. Auf dem Habichtshofe, 4.

Friedrich Wilhelm Weber
war ein deutscher Arzt, Politiker und Dichter.
Bis 1857 benutzte er das Pseudonym „B. Werder“.
Geboren: 25. Dezember 1813, Alhausen, Bad Driburg | Gestorben: 5. April 1894, Nieheim.

Gedichte

In der Winternacht

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst du, was Gutes der Winter tat.

Und deucht die Welt dir öd und leer,
und sind die Tage dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht –
es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber

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Ludwig Uhland Lithographie – Gartenlaube

Uhlands Tod.

Zu Tübingen am Neckar,
da steht ein stilles Haus,
da trat beim Sternenlichte,
den Hut tief im Gesichte,
ein bleicher Mann heraus.
Wer weiß, daß du verstummtest?
Dies Haus und ich allein!
Doch morgen wird man trauern
von Memels alten Mauern
bis an den Wasichenstein.
Da schallte von der Brücke
der Burschen strammer Tritt;
sie huben an zu singen,
manch Fräulein von Tübingen
sang in Gedanken mit.
»Ich hatt‘ einen Kameraden!«
das klang so frisch und voll:
der Bleiche horchte lange,
bis brennend auf die Wange
ihm eine Träne quoll.
»Und ob im Todeskampfe
das deutsche Herz dir brach:
dein Geist wird um uns schweben,
denn deine Lieder leben
bis an den jüngsten Tag.«
Der Mond, der schien so helle,
der aus den Wolken trat,
im Neckar sang es leise,
und fern verklang die Weise:
»Mein guter Kamerad.«

Friedrich Wilhelm Weber – 1813 – 1894,
deutscher Arzt, preußischer Zentrumsabgeordneter und Übersetzer.

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