Unwissend vor dem Himmel meines Lebens

Rainer Maria Rilke


Vincent van Gogh, Sternennacht (Wikipedia)
Unwissend vor
dem Himmel meines Lebens
Unwissend vor
dem Himmel meines Lebens,
anstaunend steh
ich.
O die großen Sterne.
Aufgehendes und
Niederstieg. Wie still.
Als wär ich
nicht.
Nehm ich denn Teil?
Entriet ich dem reinen
Einfluß?
Wechselt Flut und Ebbe 
in meinem Blut
nach dieser Ordnung?
Abtun 
will ich die
Wünsche, jeden andern Anschluß,
mein Herz
gewöhnen an sein Fernstes.
Besser es lebt im
Schrecken seiner Sterne, als
zum Schein
beschützt, von einer Näh beschwichtigt.

Rainer Maria Rilke

Aus: Nachlass,
Vollendetes
„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Betrifft
Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria
Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,

sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.
RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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