Gestirne der Nacht ….

Rainer Maria Rilke


Rainer Maria Rilke, auf dem Balkon in Muzot
Gestirne der
Nacht, 
die ich erwachter gewahre,
überspannen sie
nur das heutige, meine Gesicht,
oder zugleich
das ganze Gesicht meiner Jahre,
diese Brücken,
die ruhen auf Pfeilern von Licht?
Wer will dort
wandeln? 
Für wen bin ich Abgrund und Bachbett,
daß er mich so
im weitesten Kreis übergeht -,
mich überspringt
und mich nimmt wie den Läufer im Schachbrett
und auf seinem
Siege besteht?
Rainer Maria Rilke
Aus Dem Umkreis:
Nächte
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„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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