Rilke in Wort und Bild ….

Rainer Maria Rilke


Rainer Maria Rilke, Greifensee bei Zürich.

Einsamkeit

Die
Einsamkeit ist wie ein Regen. 
Sie
steigt vom Meer den Abenden entgegen; 
von
Ebenen, die fern sind und entlegen, 
geht
sie zum Himmel, der sie immer hat. 
Und
erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt. 
Regnet
hernieder in den Zwitterstunden, 
wenn
sich nach Morgen wenden alle Gassen 
und
wenn die Leiber, welche nichts gefunden, 
enttäuscht
und traurig von einander lassen; 
und
wenn die Menschen, die einander hassen, 
in einem Bett zusammen schlafen
müssen: 
dann
geht die Einsamkeit mit den Flüssen… 
Rainer
Maria Rilke
21.9.1902, Paris.
Rilkes Gedicht Einsamkeit. (Handschriftlich, vor 1906.)
Bild: pinterest.
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Video bei YouTube
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„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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