Irrlichter ….

Rainer Maria Rilke


Irrlichter
Wir haben einen
alten Verkehr
mit den Lichtern
im Moor.
Sie kommen mir
wie Großtanten vor …
Ich entdecke
mehr und mehr
zwischen ihnen
und mir den Familienzug,
den keine Gewalt
unterdrückt:
Diesen Schwung,
diesen Sprung, diesen Ruck, diesen Bug,
der den andern
nicht glückt.
Auch ich bin
dort, wo die Wege nicht gehn,
im Schwaden, den
mancher mied,
und ich habe
mich oft verlöschen sehn
unter dem
Augenlid.
Rainer Maria Rilke
Aus: Nachlass,
Vollendetes
„Jeder Tag ist der Anfang des Lebens,
jedes Leben der Anfang der Ewigkeit.
Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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