Sonntag mit Rilke ….

Rainer Maria Rilke


Rainer Maria Rilke und Alice Bailly.
Eine letzte Rose für Rilke ….

Alice Bailly 1929.
Alice Bailly  1917
Alice Bailly & Rainer Maria Rilke. Wer war Alice Bailly?

Alice Bailly 1872 – 1938.

Alice Marie Loise Bailly
war eine avantgardistische Schweizer Malerin
und prägte im frühen 20. Jahrhundert die Bereiche des Fauvismus, Kubismus und Futurismus. 



Geboren: 25. Februar 1872, Genf, Schweiz
Gestorben: 1. Januar 1938, Lausanne, Schweiz


Ausbildung: École nationale supérieure des beaux-arts de Paris
Epochen: Kubismus, Dadaismus, Fauvismus.


Was sie an diesen Stilen der Malerei so faszinierte, waren intensive Farben, dunkle Konturen und die unrealistische Darstellung des menschlichen Körpers sowie die Verwendung von Abständen.
Alice Bailly hatte eine tiefe Verbindung zu Werner Reinhart.
Werner Reinhart ist uns aus der Geschichte um Rainer Maria Rilke und Muzot bekannt.

Werner Reinhart.

Mehr zu Werner Reinhart und Rainer Maria Rilke in meinen Blogposts:


SIEBEN ENTWÜRFE AUS DEM WALLIS oder  DAS KLEINE WEINJAHR


Bilder eines Lebens ….     und :   2. Januar 1927 ….

Werner Reinhart der Kunstmäzen.
Im Juni 1918 lernte Alice Bailly Werner Reinhart kennen.
Er stellte eine wichtige Person in ihrem Freundeskreis in Winterthur dar und erwies sich als verlässlicher Mäzen, der ihr künstlerisches Schaffen förderte.
Doch ihre Beziehung zu ihm bezog sich nicht nur auf ihre Karriere –
auch auf privater Ebene verband Alice Bailly mit Werner Reinhart.



Er teilte außerdem ihre Begeisterung für moderne Literatur und Musik und eröffnete ihr den Weg in einen Kreis von Musikern und Komponisten, unter anderem  Arthur Honegger,
Igor Strawinsky und Frank Martin, die ebenfalls von ihm unterstützt wurden.
Alice Bailly bewunderte zudem seine Sensibilität und entdeckte in ihm ihre große Liebe, 
die er jedoch nicht erwiderte. 


Ihre unerwiderte Liebe beeinflusste sie bis kurz vor ihrem Tod; bis dahin schrieb sie ihm zahlreiche Briefe.


Werner Reinhart kennen wir ja schon aus der Geschichte mit Rainer Maria Rilke 
und eben durch diesen lernte Rainer Maria Rilke Alice Bailly kennen.



Mehr von Alice Bailly und Rilke in der Zeitleiste unten, zusammengestellt aus:
Rainer Maria Rilke – Chronik seines Lebens und seines Werkes – von Ingeborg Schnack.



Doch nun zu: Eine letzte Rose für Rilke.
Eine letzte Rose für Rilke ist nicht nur ein Artikel aus der NZZ (Neuen Zürcher Zeitung) von Rudolf Koella, sondern ein Gemälde von Alice Bailly für Rainer Maria Rilke.
Mehr dazu nur im Artikel der NZZ vom 30.08.2014, wegen der Urheber Rechte.
Hier geht es also zum Artikel der NZZ : 
Rainer Maria Rilke und Alice Bailly

Eine letzte Rose für Rilke.
Ein kubistisch stilisiertes Rosenstillleben von Alice Bailly lässt erahnen, wie eng die Genfer Avantgarde-Künstlerin mit dem hoch verehrten Dichter Rainer Maria Rilke verbunden war.


1924 malte Alice Bailly ein bezauberndes kleines Bild, dem sie den Titel «Bailly : » gab. Es zeigt, in einem hohen Glas vor ein offenes Fenster gestellt, eine zartrote Rose, hinter der sich eine stark stilisierte hügelige Landschaft ausbreitet. Nachforschungen ergaben, dass das Bild einst dem Winterthurer Mäzen Hans Reinhart gehörte, einem Bruder des vier Jahre jüngeren Werner Reinhart, der mit der Künstlerin seit 1918 befreundet war und sie ihr Leben lang förderte und unterstützte. Bailly ihrerseits schrieb ihrem Gönner über hundert Briefe, wobei sie ihn gerne mit «my dear playboy» ansprach. Obschon sie darin häufig auf ihre Arbeit zu sprechen kommt, ist von dem erwähnten Bild leider nirgendwo die Rede. Vieles weist jedoch darauf hin, dass es sich nicht um ein simples Stillleben handelt, sondern um eine liebevolle Hommage an einen andern Schützling von Werner Reinhart, den dieser damals noch viel grosszügiger unterstützte: den Dichter Rainer Maria Rilke. 

Weiter im Artikel der Neuen Zürcher Zeitung NZZ.

Dort findet man auch das bezaubernde Bild : Eine spät erblühte Rose, gemalt kurz nach der letzten Begegnung zwischen Rilke und Alice Bailly: «La dernière rose», 1924.
(Bild im Artikel: SIK-ISEA) Sik-ISEA – Alice Marie Louise Bailly

Die in Folge im
Artikel beschriebenen Bilder von Alice Bailly :
Alice Bailly, Au pays des
vignes ou La vendange (sketch)
und 


Alice Bailly, La Voix du
poète (Rainer Maria Rilke) 

Diese Bilder stammen von Pinterest, mit Dank verbunden.
Weitere Bilder von Alice Bailly bei : The Athenaeum
(PD=Public Domain).
Zur Zeitleiste Alice Bailly und Rainer Maria Rilke:

Alice Bailly,
Zeitleiste aus Rainer Maria Rilke –  Chronik seines Lebens und Werkes.
1922 5./6.9 
Rainer Maria Rilke besucht mit Werner Reinhart Alice Bailly in Muzot.

1922 12.10-20.10
Rainer Maria Rilke berichtet von Besuchen Alice Baillys,
die René Morax u. Dr. Contat (Vizekanzler beim Bundesrath) auf Muzot einführt.
Auch Johannes Jegerlehner aus Bern und M. u. Mme de Sévery aus Vanlency bei Lausanne besuchen Muzot.
1923 9.Juli
Rainer Maria Rilke erwähnt Gemälde von Alice Bailly, das er bei Jegerlehmers gesehen hat.
1924
An Alice Bailly sendet Rainer Maria Rilke ein kleines Heft mit Gedichten 
in französischer Sprache als Dank für die Zeichnung, die sie 
ihm zu Weihnachten geschenkt hat:
„Vous ne lisez pas l’alle
mand … , ce qui ne m’autorise guére, je le sais, de prétendre que ce soit du f’rancais.“
Das Heft trägt den Titel „Souve
nirs de Muzot (en Fevrier 1924)“. 
8.September 1924
Rainer Maria Rilke besucht Alice Bailly, ihr Gemälde „Vendange“
bewundert Rilke.
1926 15. JULI: Katharina Kippenberg teilt Rainer Maria Rilke mit, sie sei
beauf
tragt, ein Inselbändchen mit einer Auswahl seiner Gedichte 
zusammenzustellen. Mitte JULI entstehen noch vor Rilkes Abreise nach 
Bad Ragaz fünf französische Gedichte und Entwürfe:
„Apres une journee de 
pluie pratique … „,
„Ces ouvriers de la pluie, ces lourds nua
ges, voici … „,
„J’ai trouve un Saint-Esprit fort défait … „, 
„Parfois tel anirnal de son regard t’arréte … “ und
„La vigne 
fait tant de vrilles … “
Letzteres ist vielleicht als Widmung 
für Alice Bailly bestimmt. 

1926
29. Dezember 1926 in einer Klinik, 
Valmont sur Territet bei Montreux stirbt Rainer Maria Rilke.
Zu den wenigen, die ein paar Tage später am 2. Januar 1927 bei eisiger Kälte seinem Sarg folgten, zählten Werner und Hans Reinhart, Nanny Wunderly und Alice Bailly.

Alice Bailly 1929

Rilkes selbst gewählter Grabspruch lautet:

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
Lidern.
Noch einige Werke von Alice Bailly.

Alice Bailly – Afternoon Tea

Alice Bailly, Italienische Landschaft, Markt in Verona, 1926

Alice Bailly, Leisure 1922
[Meine Artikelserie:Personen um und mit Rainer Maria Rilke]
„Es ist das
Furchtbare an der Kunst, daß sie, je weiter man in ihr kommt, desto mehr zum
Äußersten, fast Unmöglichen verpflichtet.“
Zitate Kunst: Rainer Maria Rilke.

„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“
 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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