Charles Baudelaire

Semsakrebsler



1821

9. April, Paris.



Charles Pierre Baudelaire

CHARLES BAUDELAIRE.


Charles-Pierre Baudelaire 


 * 9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867 ind Paris, 
war ein französischer Schriftsteller. 



Er gilt heute als einer der bedeutendsten französischen Lyriker und als wichtiger Wegbereiter der literarischen Moderne in Europa.

Fotographie Nadar

Les Fleurs du Mal


1857, mit 36, veröffentlichte Charles Baudelaire das Werk, mit dem er in die Literaturgeschichte eingehen sollte: 


Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen), 


eine Sammlung von 100 Gedichten, die ab ca. 1840 entstanden und teilweise schon einzeln gedruckt erschienen waren, aber jetzt, nach Themen geordnet, ein quasi komponiertes Ganzes zu bilden versuchten. 



Die Grundstimmung dieser formal und sprachlich äußerst ausgefeilten, meist eher kurzen Gedichte ist (1*) Desillusion, Pessimismus, Melancholie; die evozierte Realität erscheint dagegen (2*) als überwiegend hässlich und morbide, der Mensch als hin- und hergerissen zwischen den Mächten des Hellen und Guten („l’idéal“) und denen des Dunklen und Bösen, ja Satans („le spleen“). 

Eine der bedeutendsten Neuerungen Baudelaires in den Fleurs ist die, wenn auch sparsame, Integration der Welt der Großstadt in die Lyrik – einer als insgesamt eher abstoßend und düster vorgestellten Welt, was allerdings durchaus der Realität im übervölkerten, explosionsartig wachsenden und schmutzigen Paris der Zeit entsprach.



Obwohl einige klarsichtige Kollegen erkannten, dass die besten Gedichte des Bandes zu den bleibenden Leistungen der französischen Lyrik zählen, war der Erfolg zunächst gering.

Sechs von einem Pariser Starkritiker als obszön oder blasphemisch denunzierte Gedichte trugen dem Autor und seinem Verleger Auguste Poulet-Malassis im Juli 1857 sogar einen Strafprozess ein wegen „Beleidigung der öffentlichen Moral“.
Am 20. August 1857 wurde Baudelaire deswegen verurteilt.
Die sechs „wegen obszöner und unmoralischer Passagen“ beanstandeten Gedichte
wurden deshalb fortgelassen, als 1861 eine um 35 neue Gedichte vermehrte zweite Auflage der Fleurs erschien.

Die dritte, nochmals erweiterte Auflage, die 1868 postum herauskam, enthielt sie jedoch wieder.


Die Welt der Stadt
ist häufig auch das Thema der lyrischen Prosatexte, die Baudelaire ab 1855 verfasste.

Nachdem sie zu seinen Lebzeiten nur verstreut gedruckt worden waren, kreierten sie,
als sie 1869 postum gesammelt als Le Spleen de Paris erschienen,
eine neue literarische Gattung, das poème en prose.



1*) – wie auch oft bei den Romantikern: 2*) – anders als bei den Romantikern. 

[   Les Fleurs du Mal ist ein Gedichtband Charles Baudelaires, der von 1857 bis 1868 in drei Fassungen wachsenden Umfangs und unterschiedlicher Anordnung herausgegeben worden ist.
Datum der Erstveröffentlichung: 1857
Autor: Charles Baudelaire
Lektor(in): Charles Baudelaire.  ]


Gutenberg Spiegel : Charles Baudelaire


Wikiwand:  Les Fleurs du Mal

Wikisource: Die Blumen des Bösen – Umdichtung Stefan George, George Bondi Berlin 1901

Ein Zitat Baudelaires : 
„Ich begreife nicht, wie eine reine Hand eine Zeitung berühren kann, 
ohne Krämpfe von Ekel zu bekommen.“ 
– Charles Baudelaire 
Aus: Tagebücher


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