Gedichte

Rainer Maria Rilke


Sonett
O das Neue,
Freunde, ist nicht dies,
daß Maschinen
uns die Hand verdrängen.
Laßt euch nicht
beirrn von Übergängen,
bald wird
schweigen, wer das pries.
Denn das Ganze
ist unendlich neuer,
als ein Kabel
und ein hohes Haus.
Seht, die Sterne
sind ein altes Feuer,
und die neuern
Feuer löschen aus.
Glaubt nicht,
daß die längsten Transmissionen
schon des
Künftigen Räder drehn.
Denn Aeonen
reden mit Aeonen.
Mehr, als wir
erfuhren, ist geschehn.
Und die Zukunft
faßt das Allerfernste 
rein in eins mit
unserm innern Ernste.
Rainer Maria
Rilke


Da rauscht der
Bach und dich, (der du ihn hörst)
dich weiß er
nicht. Und drängst du deine Klage
den Lüften auf:
er ringt durch reine Tage,
die du nicht
hast, die du nicht störst.
Rainer Maria
Rilke
„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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