Gedichte über Natur von Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke



Vilhelm Hammershøi
            
Landschaft am Gentofter See
Leise von den
Alleen
Ergriffen,
rechts und links,
Folgend dem
Weitergehen
Irgendeines
Winks,
Tritts du mit
einem Male
In das
Beisammensein
Einer schattigen
Wasserschale
Mit vier Bänken
aus Stein;
In eine
abgetrennte
Zeit, die allein
vergeht.
Auf feuchte
Postamente,
Auf denen nichts
mehr steht,
Hebst du einen
tiefen
Erwartenden
Atemzug;
Während das
silberne Triefen
Vor dem dunkeln
Bug
Dich schon zu
den Seinen
Zählt und
weiterspricht.
Und du fühlst
dich unter Steinen,
Die hören, und
rührst dich nicht.
Rainer Maria
Rilke 

„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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