Aus: Dichtungen des Michelangelo, Übersetzung Rainer Maria Rilke.

Rainer Maria Rilke


Dichtungen des Michelangelo.
~. Michelangelo .~
Übersetzung Rainer Maria Rilke:
So
wie, indem man abnimmt, langsam nur
innen im harten
Berggestein sich findet
ein Niederschlag
lebendiger Figur,
der mehr
erwächst, je mehr der Stein verschwindet,
so ist von
manchem guten Tun die Spur,
darin die Seele
bebend sich erwiese,
versteckt durch
diese Oberfläche, diese
des eignen
Fleisches steinige Natur.
Du kannst allein
aus meinen Außenseiten
dieses befrein,
wozu aus mir in mir
nicht Wille ist,
noch Kraft, es zu bestreiten.
David, Skulptur von Michelangelo.
Aus: Dichtungen des Michelangelo, Übersetzung Rainer Maria Rilke.


Zitat Rainer Maria Rilke:

Lieben Ist . . . .
ein erhabener Anlaß
für den einzelnen, zu reifen,
in sich etwas zu werden, Welt zu werden für sich um eines
anderen willen,
es ist ein großer unbescheidener Anspruch an ihn,
etwas, was ihn auserwählt und zu Weitem beruft. 


„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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