Personen um und mit Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke


Franzisca Stoecklin
Franzisca
Stoecklin 
* 11. September 1894 in Basel,
† 1.
September 1931 in Basel, war eine deutsche Lyrikerin und Künstlerin.
Kurzbio:
Franzisca Stoecklin war
die Tochter des Basler Kaufmanns Johann Niklaus Stoecklin (1859–1923) und
dessen Frau Genoveva Fanny Stoecklin-Müller (1859–1939). 
Nach dem Besuch
der Allgemeinen Gewerbeschule machte sie sich 1913 selbständig und begann ein
künstlerisches Bohèmeleben. 
Im folgenden Jahr reiste sie mit ihrem Bruder
Niklaus und einer Freundin nach München, wo sie unter anderen Karl
Wolfskehl, Johannes R. Becher, Hugo Ball und Emmy
Hennings kennenlernte. 
Nach Ausbruch des Ersten
Weltkriegs kehrte sie in die Schweiz zurück.
1920 heiratete
sie Harry Betz, einen Buchhandelsgehilfen aus Zürich. 
1928 erfolgte die
Scheidung. Nach der Trennung zog sie, schwer herzleidend, in das Tessin,
wo sie im Kreis um das Ehepaar Ball-Hennings verkehrte 
und von Rainer
Maria Rilke literarisch gefördert wurde
1931 starb sie nach einjährigem
Aufenthalt im St. Claraspital in Basel.
1920 hatte sie
einen ersten Gedichtband veröffentlicht. Es folgten zwei Bände mit lyrischer
Prosa und 1925 ein weiterer Gedichtband Die singende Muschel. 
Die Themen
ihrer Lyrik sind Traum, Liebe, Tod und Natur, wobei im ersten Band die
Liebeslyrik dominiert, während im zweiten Band das Thema Tod in den Vordergrund
tritt. 
Neben ihrer
dichterischen Arbeit war sie
Malerin, Lithographin, Holzschneiderin und Stickerin.
Andenken
von Franzisca Stoecklin.
Wenn der Abend so wunderbar blau und
dunkel
In den Bäumen hängt,
Der runde Mond fern und golden über
der Erde schwebt,
Bist du mir nah.
Deine schmalen Hände behüten mit
inniger Sorgfalt
Die Reliquien unserer Liebe,
Zarte Gebilde süßer Erinnerungen.
Leise öffnet sich das Fenster.
Meine Augen folgen den Sternen,
Aber unfaßbar ist alle Ewigkeit,
Angefüllt mit Schauer und den Fragen
nach Verstorbenen.
Dem stillen Weinen ungeborener
Kindlein.
Von Unendlichkeit verwirrt,
Sinke ich an das braune Kreuz des
Fensters.
Leise bete ich deinen Namen.
Ich weiß dich im einsamen Zimmer,
Träumend bei einer Kerze.
Um deinen Mund ein todnahes Lächeln.
Francisca Stoecklin
Einer ihrer Brüder war der Maler Niklaus Stöcklin.

Rilke Zeichnung von Niklaus Stoecklin 1920

Niklaus Stoecklin 
* 19. April 1896 in Basel
† 31. Dezember 1982 in Basel
war ein Schweizer Maler und Grafiker.
Stoecklin gilt als Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit und des Magischen Realismus sowie als bedeutender Plakatgestalter.


Selbstportrait, Niklas Stoecklin, Neue Sachlichkeit

Kurzbio:
Er wuchs als Sohn eines Kaufmanns in Basel auf und lernte bei seinem Onkel Heinrich Müller das Handwerk des Kunstmalers. 
Über Jahrzehnte widmete sich Niklas Stoecklin auch der Plakatgestaltung. 
Durch seine öffentlichen Werke, unter anderem das Wandbild über dem Aushang der Eheverkündigungen beim Basler Münsterplatz (1920), und durch seinen Einsatz als Laternenmaler für die Basler Fasnacht wurde er zur bekannten, „typisch baslerischen“ Figur.

Niklaus Stoecklins Werk reicht vom Entwurf einer Briefmarke bis zu Wandbildern. Neben Grafik und Malerei umfasst es auch Zeichnungen, Tapisserien, Glasmalereien und insbesondere Plakate. 

Er ist Bruder der Lyrikerin Franziska Stoecklin.

Beeinflusst durch die spätgotische Malerei des Oberrheins, der sienes,
Renaissance und des Expressionismus gilt Niklas Stoecklin als Hauptvertreter 
der Neuen Sachlichkeit und des Magischen Realismus in der Schweiz. 

Seine Werke befinden sich hauptsächlich in den Museen von Basel, Winterthur und Zürich. 1958 Basler Kunstpreis.

Im Jahr 1925 war er einziger Schweizer Vertreter in Gustav Friedrich Hartlaubs Ausstellung Neue Sachlichkeit in der Kunsthalle Mannheim.

Bildende
Künstler der Neuen Sachlichkeit:
Alo Altripp
Robert
Angerhofer
Christian Arnold
Aimé Barraud
François Barraud
Albert Birkle
Herbert Böttger
Jakob Bräckle
Max Brüning
Heinrich Maria
Davringhausen
Adolf Dietrich
Erna Dinklage
Rudolf
Dischinger
Otto Dix
Dodo Wolff
August Wilhelm
Dressler
Adolf Erbslöh
Conrad
Felixmüller
Arvid Fougstedt
Ernst Fritsch
Otto Griebel
Carl Grossberg
George Grosz
Eduard Gubler
Elsa
Haensgen-Dingkuhn
Karl Hauenherm
Wilhelm Heise
Christian Hess
Gussy
Hippold-Ahnert
Karl Hubbuch
Hella Jacobs
Grethe Jürgens
Paul Kälberer
Alexander
Kanoldt
Franz Klemmer
Hans Kraft
Heinrich Kralik
von Meyrswalden (Maler)
Bernhard
Kretzschmar
Lotte Laserstein
Konrad Adolf
Lattner
Franz Lenk
Elfriede
Lohse-Wächtler
Karl Friedrich
Lippmann
Léo Maillet
Jeanne Mammen
Josef Mangold
Carlo Mense
Hans Mertens
Hanna Nagel
Valentin Nagel
Kay Heinrich
Nebel
Otto Nückel
Felix Nussbaum
Gerta Overbeck
Curt Querner
Franz Radziwill
Anton
Räderscheidt
Anita Rée
Albert
Renger-Patzsch
Siegfried
Rischar
Karl Rössing
August Sander
Christian Schad
Otto Rudolf
Schatz
Harald Schaub
Rudolf
Schlichter
Wilhelm Schmid
Wilhelm
Schnarrenberger
Georg Scholz
Werner Schramm
Liselotte
Schramm-Heckmann
Georg Schrimpf
Walter
Schulz-Matan
Franz Sedlacek
Franz Sikora
Niklaus
Stoecklin
Hermann Tiebert
Ernst Thoms
Max Unold
Rudolf Wacker
Otto Weber
Josef Wedewer
Erich Wegner
Kurt Weinhold
Ludwig Weninger
Paul
Westerfrölke
Gustav
Wunderwald
*
Freundschaft
Wie Blumen
neigen sich
die hellen
Mädchen,
die innigen
Gestalten,
liebe Frauen,
in mein Leben.
Und ihrer
Freundschaft dank ich
Stunden süßer
Seligkeiten,
gemeinsam
Trauern,
herben
Abschiedsschmerz.
O, daß kein
Sturmwind,
daß keine Hand
die schönen
Kelche
seelenlos
ergreife.
Zu sehr sind sie
der Freundin
zartere
Liebkosung,
und herzlichstes
Verstehn gewöhnt.
Franzisca
Stoecklin
„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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