Rosengedichte

Rainer Maria Rilke


Ferdinand Georg Waldmüller
Österreich


Ferdinand Georg Waldmüller, 
Stillleben mit Rosen


Erste Rosen erwachen
Erste
Rosen erwachen,
und
ihr Duften ist zag
wie
ein leisleises Lachen;
flüchtig
mit schwalbenflachen
Flügeln
streift es den Tag;
und
wohin du langst,
da
ist alles noch Angst.
Jeder
Schimmer ist scheu,
und
kein Klang ist noch zahm,
und
die Nacht ist zu neu,
und
die Schönheit ist Scham.
Rainer
Maria Rilke
9.5.1898, Florenz (San Miniato)
Aus: Mir zur Feier.
„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.

RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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