NACHT

Rainer Maria Rilke


Allumeur de réverbères, place de la Concorde, 1933
Nacht


Die Nacht wächst wie eine schwarze Stadt,
wo nach stummen Gesetzen
sich die Gassen mit Gassen vernetzen
und sich Plätze fügen zu Plätzen,
und die bald an die tausend Türme hat.


Aber die Häuser der schwarzen Stadt, –
du weißt nicht, wer darin siedelt.


In ihrer Gärten schweigendem Glanz
reihen sich reigende Träume zum Tanz, –
und du weißt nicht, wer ihnen fiedelt …. 




Rainer Maria Rilke

27
07 
«Sie müssen denken, 

dass das Leben Sie nicht vergessen
hat, 
dass es Sie in der Hand hält. 
Es wird Sie nicht fallen lassen.»

„Vergessen
Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit!“ 

Editorische Notiz : Betrifft Rechtschreibung: 

Die Texte von Rainer Maria Rilke
werden nicht im Format der neuen deutschen Rechtschreibung wiedergegeben,
sondern im Originalformat von Rainer Maria Rilke.

Dieser Blog folgt dem Originaltext.


RAINER MARIA RILKE . 1875 – 1926

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